Paganello 2014: Mamma mia!

Das Paganello im italienischen Rimini ist eines größten und bekanntesten Beachturniere Europas und somit jedes Jahr über die Ostertage Ziel von Ultimateenthusiasten aus aller Welt. An vier Spieltagen traten Teams aus mehr als zehn Nationen in vier Divisionen (Open, Women, Mixed und Juniors) an, um die inoffizielle Club-WM für Beachultimate auszuspielen.

Open: UTI erst im Finale gefordert

Das internationale Allstar-Team UTI, mit Schwerpunkt Großbritannien und Schweiz, wurde in Rimini lange nicht vor große Probleme gestellt. Mit Topspielern wie z.B. Lorenz Stauffer, Nasser M’Bae Vogel (beide Flying Angels Bern), ‚Gash‘ Harris, Justin Foord (beide Clapham London), Jeff Lindquist (Toronto GOAT) oder Robin Brüderlin und Marc Huber (beide Freespeed Basel) war das auch keine allzugroße Überraschung.

Im Halbfinale traf UTI dann mit dem italienischen Meister CUSB La Fotta um Davide Morri auf den ersten harten Gegner, welcher aber letztendlich mit 10:6 in die Knie gezwungen werden konnte. Zuvor hatte lediglich das Münchener Team Zamperl UTI einen Fight liefern können, unterlag jedoch in der Gruppenphase trotzdem mit 10:13.

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Der italienische Meister CUSB La Fotta konnte Vorjahresfinalist SeXXXpensive im kleinen Finale im Universe Point schlagen. – Bild: Paganello

Finalgegner am Montagnachmittag war dann Gung-Ho, wie UTI mit Spielern aus ganz Europa besetzt, von welchen allerdings etwa die Hälfte aus Österreich stammte. Da Gung-Ho’s Trikots nicht rechtzeitig zum Paganello angekommen waren, spielten sie das ganze Turnier in Balotellitrikots und gewannen so schnell die Herzen der italienischen Zuschauer.

Beide Teams versuchten im Endspiel das starke lange Spiel des Gegners zu unterbinden und die Läufer zu Cutbacks zu zwingen. Das funktionierte bedingt: Zwar mussten beide Teams mehr Pässe in der Offense spielen als gewohnt, aber kamen dennoch immer wieder Punkten durch Hucks. Zu Beginn des Spiels konnte sich Gung-Ho eine kleine Führung erarbeiten, die UTI („Under the Influence“) aber im Laufe des Spieles wieder einschmelzen konnte. Letztendlich profitierte UTI auch von seinem größeren Kader und konnte das Turnier so mit einem 14:11 Finalerfolg beschließen. Zum Spielmitschnitt geht es hier.

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Volles Haus beim Openfinale. – Bild: Paganello

Endplatzierungen Paganello 2014 - Open-Division:
1. UTI (GB/SUI)
2. Gung-Ho (Europa)
3. CUSB La Fotta (IT)
4. SeXXXpensive (International)
5. Sokol (RU)
6. Cota Rica (IT)
7. Big Bang (International)
8. Mohawks (GB)
9. Zamperl (München, GER)
10. Midnight Cobras (RU)
11. Dancing Queen (SWE)
12. Red Bulls 2 (IT)
13. Mighty Hucks (GB)
14. HULK (SUI)
15. Cota Gold (IT)
16. Coathangers (GB)
17. Cota Fever (IT)
18. Wizards (SUI)
19. CUSB Zero51 (IT)
20. Red Bulls 1 (IT)
21. 45 Grem (IT)
22. Black Sheep (IT)

Women: Titelverteidigung für Super Hot Pot

Das internationale Team Super Hot Pot konnte in diesem Jahr seinen Titel in der Damenspielklasse verteidigen. Im Finale setzte sich Super Hot Pot gegen das Moskauer Spitzenteam Lemon Grass mit 13:7 durch (Finalmitschnitt). Zuvor hatten die späteren Turniersiegerinnen den Finaleinzug gegen das Heimteam Tequila Boom Boom mit 8:6 klar machen können.

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Layout-Catch für das deutsche Team H.E.U. – Bild: Paganello

Ganz weiß blieb die Weste von Super Hot Pot dann aber doch nicht. In der Gruppenphase gelang es dem deutschen Team H.E.U. („Hässliche Erdferkel Unterwegs“) dem Turniersieger die einzige Niederlage an diesem Osterwochenende zuzufügen (8:10, Mitschnitt). Die Marburgerinnen spielten auch sonst ein gutes Turnier und belegten nach dem Halbfinalaus gegen Lemon Grass (9:12, Mitschnitt) einen starken dritten Platz. Im Spiel um die Bronzemedallie schlugen sie Tequila Boom Boom deutlich mit 13:4 (Mitschnitt).

Das deutsche Beach-Nationalteam „Sandschland“ hatte, bis auf dem Namen, wenig mit dem Nationalteam der ECBU 2013 oder der kommenden WCBU zu tun. Lediglich zwei Spielerinnen waren im letzten Jahr bei der EM dabei, der Rest des Rosters wurde mit Nachwuchsspielerinnen aufgefüllt. Eigentlich hatte Sandschland sogar vor die Anmeldung ganz zurückzuziehen, entschied sich dann aber doch für diesen Weg.

Endplatzierungen Paganello 2014 - Women-Division:
1. Super Hot Pot (International)
2. Lemon Grass (RU)
3. H.E.U. (Marburg, GER)
4. Tequila Boom Boom (IT)
5. Shout (IT)
6. Tabasco (BL)
7. FABulous (SUI)
8. Sandschland (Nationalteam, GER)
9. Voulez vous (GB)
10. Midnight Dressage (GB)
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Mission Titelverteidigung gelungen. – Bild: Paganello

Mixed: Horned Melons holen den vierten Titel

Zuletzt hatten die Horned Melons 2006 die Mixed-Division des Paganello gewinnen können. Nach langer Durststecke sollte dieses Jahr endlich der vierte Titel in der langen Paganellotradition des US-Teams hinzukommen.

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Die Horned Melons waren 2014 wieder oben auf. – Bild: Paganello

Nach einer makellosen Gruppenphase spielten sich die Amerikaner über das kanadische Team Morrell’s True-Life Taxidermy (13:4 im Viertelfinale) und die Mainzer Mainzelrenner (10:6 im Halbfinale, Mitschnitt) in das Endspiel von Rimini. Dort wartete das britische Team Poughkeepsie, welches 2002 das Paganello gewinnen konnte, auf die Horned Melons. Doch wie schon eingangs erwähnt, sollte der dreimalige Champions die Oberhand behalten und entschied das Mixefinale mit 10:6 für sich (Finalmitschnitt).

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Mainz holte in Remini einen starken vierten Rang. – Bild: Paganello

Das einzige deutsche Team, die Mainzelrenner aus Mainz, zeigte ebenfalls starke Leistungen. Nach dem erwähnten Halbfinalaus gegen die US-Amerikaner verpassten es die Mainzer jedoch sich im Spiel um Platz 3 mit einem Podiumsplatz zu belohnen. Shocker aus Großbritannien konnte den Mainzer den Medallienrang wegschnappen und gewann das kleine Finale knapp mit 9:7 (Mitschnitt).

Endplatzierungen Paganello 2014 - Mixed-Division:
1. Horned Melons (USA)
2. Poughkeepsie (GB)
3. Shocker (GB)
4. Mainzelrenner (Mainz, GER)
5. Texas Mustache Rides (USA)
6. Powerade SuperScrote (International)
7. Morrell's True-Life Taxidermy (CAN)
8. Wombats (SUI)
9. Discbolo (IT)
10. CTA (USA)
11. The Package (International)
12. The Durhamazing Experience (GB)
13. Gotta Catch 'Em All (GB)
14. Fireball (USA)
15. Ostrish (AUT)
16. Thundering Herd (GB)
17. Southern Discomfort (GB)
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