EUCF 2014 – Tag 3: Clapham, Iceni und Sun holen Gold, Bronze für Bad Skid und Woodchicas

Die EUCF 2014  ist vorbei und die europäischen Club-Champions gekrönt. In diesem Jahr konnten Clapham und Iceni ihre Titel erneut verteidigen und Sun etwas überraschend Gold in der Mixed-Division holen. Bad Skid und Woodchicas holten zwei Bronzemedallien für Deutschland. Was am letzten der drei Spieltage in Frankfurt alles geschah, lest ihr in dieser News.

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DFV: Bronze für Woodchicas und Bad Skid
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Open-Division: Clapham gewinnt dritte EUCF in Folge

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Diie K.O.-Phase der Open-Division im Überblick.

Finale: Clapham (London) vs. Freespeed (Basel) – 15:12

In Europa ist und bleibt der britische Meister Clapham das Maß der Dinge. Seit einschließlich der EUCF-Saison 2012 haben die Londoner kein Spiel mehr auf nationaler und europäischer Ebene verloren. Die EUCF 2014 beschlossen sie mit einem 15:12-Finalsieg über Freespeed Basel.

Was Clapham in den letzten Saisons, und auch in 2014, auszeichnet hat, ist Konstanz mit der die Londoner ihren Stil ein komplettes Spiel lang durchziehen können ohne aus der Konzentration zu geraten. So auch im Finale der EUCF 2014. Freespeed war nach den zwei knappen Siegen gegen Bad Skid und Heidees in den Playoffs auf eine Revanche für das verlorene XEUCF-Finale von 2013 aus und kam dementsprechend heiß auf das Spielfeld.

Open-Finale: Clapham vs. Freespeed. – Bild: Get Horizontal

Die Schweizer legten eine spektakuläre Aktion nach der anderen aufs Feld und lagen beim Stand von 4:5 mit einem Break vorne. Besonders Pieterjan De Meulenaere und Robin Brüderlin zeigten sich in dieser Anfangsphase bestens aufgelegt und waren an allen vier Goals der Basler Offense-Line direkt beteiligt. Clapham schlug erst direkt vor der Halbzeit zurück und konnte mit einem Breakscore wieder mit 8:7 in Führung gehen.

Im zweiten Spielabschnitt kam nun die Konstanz der Briten zum Tragen. Beim Stand von 10:9 erlaubte sich Freespeed zwei unnötige Fehler die Clapham mit seiner D-Line eiskalt ausnutzte und seinen Vorsprung auf ein 12:9 und später gar 14:10 schraubte. Mit dem Rücken zur Wand konnte Freespeed noch auf 14:12 verkürzen, unterlag aber schließlich abgeklärteren Londonern mit 15:12. Topscorer auf Seiten von Clapham war Justin Foord mit vier Assits und drei Goals. Foord spielt übrigens neben Clapham auch für Torontos GOAT in der USA Ultimate-Saison.

Die deutschen Teams

Der deutsche Meister Bad Skid spielte am Sonntagmorgen gegen den britischen Vizemeister Chevron Action Flash um die Bronzemedallie der EUCF. Die Heilbronner zeigten in diesem Match einmal mehr ihre bekannten Comeback-Qualitäten. Nachdem sie fast die komplette Spielzeit einem Rückstand hinterher gelaufen waren (9:12), drehten sie das Spiel in der Schlussphase mit vier Scores in Folge, sodass sie plötzlich mit 13:12 in Führung lagen. Manchester war völlig aus dem Rhythmus geraten und fand keine Antwort mehr auf den Schlussspurt von Bad Skid. Mit einem finalen Score von 15:13 konnten die Deutschen schließlich das kleine Finale besiegeln und wie 2013 die Bronzemedallie der EUCF gewinnen.

Nach dem Universe Point-Aus gegen Freespeed spielten die Heidees heute im Spiel um Platz 5 gegen CUSB la Fotta. Früh sahen sich die Heidelberger mit einem 1:4-Rückstand konfrontiert, welchen sie in Folge nicht mehr egalisieren konnten. Das einzige Break der Heidelberger zum 12:13 kam zu spät, um Bologna noch ins Wanken zu bringen. Der italienische Meister gewann das Spiel schließlich mit 13:15.

Die Sieben Schwaben beschließen eine herausragende Saison mit einem 12. Platz in ihrer ersten EUCF. Ihr letztes Spiel des Turniers verloren die Stuttgarter knapp gegen Cotarica Grandes (13:15).

Stuttgarts Sieben Schwaben auf der EUCF 2014. – Bild: Sieben Schwaben

Münchens M.U.C. kam in Frankfurt nicht über den 22. Platz hinaus. Im unteren Bracket konnten die Bayern das Spiel gegen Reading Ultimate nach 6:11-Rückstand noch ausgleichen (11:11), unterlagen dann aber doch noch mit 12:15.

Endplatzierungen EUCF 2014 - Open-Division:
 1. Clapham (London, GB)
 2. Freespeed (Basel, SUI)
 3. Bad Skid (Raum Heilbronn, GER)
 4. Chevron Action Flash (Manchester, GB)
 5. CUSB la Fotta (Bologna, IT)
 6. Heidees (Heidelberg, GER)
 7. Otso (Espoo, FIN)
 8. Flying Angels (Bern, SUI)
 9. EMO (Leicester, GB)
 10. Iznogood (Paris, FR)
 11. Cotarica Grandes (Rimini, IT)
 12. Sieben Schwaben (Stuttgart, GER)
 13. Fire of London (London, GB)
 14. FWD>> (Wien, AUT)
 15. FUJ (Prag, CZ)
 16. Prague Devils (Prag, CZ)
 17. Brigthon City (Brighton, GB)
 18. theBigEZ (Wien, AUT)
 19. Gentle (Gent, BL) Spiritsieger
 20. Cambridge Ultimate (Cambridge, GB)
 21. Reading Ultimate (Reading, GB)
 22. M.U.C. (München, GER)
 23. Aarhus Ultimate (Aarhus, DK)
 24. Helsinki Ultimate (Helsinki, FIN)

Alle Scores und Ergebnisse

Open-Champion 2014 Europas: Clapham aus London. – Bild: Get Horizontal

Women’s-Division: Iceni gelingt Titelverteidigung

Finale: Iceni (London) vs. FABulous (Bern) -15:10

Was für Clapham in der Open-Division gilt, dass gilt für Ieni in der Women’s Division. Die Londonerinnen gewannen in Frankfurt ihren mittlerweile sechsten EUCF-Titel.

Den Titelverteidigerinnen gehörte die erste Halbzeit des Finals, in welcher die Flying Angels durch einfache Fehler und großen Druck seitens der Iceni-Defense mit 8:2 in Rückstand gerieten. Eigentlich sollte gegen einen Gegner vom Kaliber Iceni ein Spiel mit einem so hohen Rückstand gelaufen sein, doch die Schweizerinnen gaben nicht auf und konnten sich Stück für Stück wieder heranarbeiten (12:9). Die große Moral von FABulous wurde  jedoch nicht mehr mit einem Sieg belohnt, da Iceni das Spiel letztendlich souverän nach Hause brachte und mit einem finalen Score von 15:10 seinen EUCF-Titel verteidigte.

Women’s-Finale: Flying Angels vs. Iceni. – Bild: Get Horizontal

Die deutschen Teams

Die Woodchicas trafen im kleinen Finale auf E6 aus Göteburg. Während der Gruppenphase waren die beiden Mannschaften bereits aufeinander getroffen und die Münchnerinnen waren mit 15:10 als Siegerinnen aus diesem Duell hervor gegangen. Das sollte auch im Spiel um Bronze so ein, doch es war ein hartes Stück Arbeit für den deutschen Vizemeister. Es entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, in welchem es keinem Team gelang sich mit mehr als einem Break abzusetzen, bis die Schwedinnen sich mit drei Punkten in Folge (7:5 zu 7:8) einen leichten Vorteil verschaffen konnten. Das Spiel ging nach weiteren getradeten Punkten in den Universe Point (12:12), wo sich die Woodchicas das entscheidende Break zurückholen konnten und das Spiel mit 13:12 für sich entscheiden konnten. Kyoko Hosokawa war mit fünf Assits und einem Goal die beste Scorerin des Spiels.

Berlins JinX verlor sein Rematch aus der Gruppenphase gegen die Prague Devils mit 12:15 und beschloss die EUCF so mit nur einem Sieg und sechs Niederlagen auf Platz 8.

Endplatzierungen EUCF 2014 - Women's Division:
 1. Iceni (London, GB)
 2. FABulous (Bern, SUI)
 3. Woodchicas (München, GER)
 4. E6 (Göteburg, SWE)
 5. Box (Wien, AUT)
 6. G-LUV (Leuven, BL)
 7. Prague Devils (Prag, CZ) Spiritsieger
 8. JinX (Berlin, GER)
 9. Lemon Grass (Moskau, RU)
 10. SYC (London, GB)
 11. Helsinki Ultimate (Helsinki, FIN)
 12. Fendisc (Santander, ESP)
Alle Scores und Ergebnisse

Women’s-Champion Europas 2014: Iceni aus London. – Bild: Get Horizontal

Mixed-Division: Titel geht nach Frankreich

Finale: Sun (Paris) vs. Grandmaster Flash (Warschau) – 14:13

Im Mixedfinale kam es zu einem engen Spiel zwischen Polens Grandmaster Flash und Frankreichs Sun. Den Parisern gehörte die erste Hälfte des Finals, in welcher sie mit 8:6 davonziehen konnten. Doch Grandmaster Flash steckte nicht auf und konnte schließlich das Spiel mit einer 3-Punkteserie zum 12:12 ausgleichen. Sun fing sich und konnte beim Stand von 13:13 seine Offense durch einen Pass auf Topscorer Julien Gabrielle zum Universe Point-Sieg über die Warschauer verwerten. Bei den Polen war Artur Sieraj bester Scorer des Spiels.

Mixed-Finale: Sun vs. Grandmaster Flash. – Bild: Get Horizontal

Die europäische Mixed-Division wurde in diesem Jahr das erste Mal nicht nur bei einer XEUCF, sondern in einer regulären EUCF ausgetragen. Im letzten Jahr hatte Bear Cavalry (London) in Bordeaux die XEUCF gewinnen können. Da die Briten in Frankfurt nicht antraten, war der Weg frei für einen neuen Champion. Dieser heißt – mindestens bis zum nächsten Jahr – Sun und kommt aus Paris.

Endplatzierungen EUCF 2014 - Mixed-Division:
 1. Sun (Paris, FR)
 2. Grandmaster Flash (Warschau, PL)
 3. Terrible Monkeys (Prag, CZ)
 4. Flow Wroclaw (Breslau, PL)
 5. Budapest (St. Petersburg, RU)
 6. CUS Brescia (Brescia, IT)
 7. Airborn (Arnhem, NL)
 8. UFO (Utrecht, NL)
 9. Birmingham Ultimate (Birmingham, GB)
 10. FlyHigh (Lausanne, SUI) Spiritsieger
 11. PinguJam (Northallerton, GB)
 12. Thundering Herd (London, GB)
Alle Scores und Ergebnisse

Mixed-Champion Europas 2014: Sun aus Paris. – Bild: Get Horizontal

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